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Regentonne – Regenwasser sammeln leicht gemacht!

Regenwasser sammeln ist eine der einfachsten Möglichkeiten, im Garten Wasser zu sparen und nachhaltig zu handeln. Eine Regentonne fängt kostenloses Regenwasser von deinem Dach auf, das du später zum Bewässern deiner Pflanzen nutzen kannst. Im folgenden Ratgeber erfährst du alles Wichtige über Regentonnen – von Funktionsweise und Arten über die richtige Größe und Montage bis hin zu Zubehör, Vorteilen und häufigen Fragen rund um nachhaltige Gartenbewässerung.

Was ist eine Regentonne und wie funktioniert sie?🛢️

Eine Regentonne (auch Regenfass oder -tank genannt) ist ein Behälter, der Regenwasser auffängt und speichert. Meist wird sie unter oder neben einem Fallrohr der Dachrinne aufgestellt. Bei Regen fließt das Wasser vom Dach über die Regenrinne in das Fallrohr und von dort in die Tonne. So wird kostbares Regenwasser gesammelt statt ungenutzt im Boden zu versickern. Über einen Auslaufhahn oder einfach mit einer Gießkanne kannst du das gespeicherte Regenwasser im Garten bequem entnehmen und zum Gießen deiner Beete, Topfpflanzen oder Rasenflächen nutzen.

Moderne Regentonnen werden oft mit einem Regensammler (auch Regendieb genannt) am Fallrohr angeschlossen. Dieser leitet einen Teil des Regenwassers in die Tonne und filtert zugleich groben Schmutz wie Blätter oder Insekten heraus. Ist die Tonne voll, lässt ein automatischer Regensammler überschüssiges Wasser einfach weiter durch das Fallrohr in den Abfluss laufen, sodass die Regentonne nicht überläuft. Die meisten Tonnen haben zudem einen Deckel, der Schmutz und Licht abhält – so bleibt das Wasser länger sauber und algenfrei. Insgesamt ist das Prinzip simpel: Regen fällt aufs Dach, wird gesammelt und steht dir als kostenloses Gießwasser zur Verfügung.

Welche Arten von Regentonnen gibt es?💧

Regenwassersammler gibt es in vielfältigen Formen und Ausführungen, passend für jeden Geschmack und Bedarf. Hier einige gängige Arten von Regentonnen:

  • Klassische Regentonne: Der bekannte runde oder eckige Kunstoffbehälter in Grün oder Grau, meist 200–300 Liter. Diese Standard-Tonnen sind günstig, leicht und funktional – perfekt, um unkompliziert Regenwasser zu sammeln.

  • Flache Regenwassertanks: Breite, niedrige Behälter, die z.B. unter Terrassen oder großen Büschen verschwinden können. Durch ihre flache Bauform fallen sie weniger auf oder passen auch dorthin, wo wenig Höhe zur Verfügung steht.

  • Design-Regentonnen: Dekorative Regentonnen, die wie Design-Objekte aussehen. Zum Beispiel Modelle in Form antiker Amphoren, stilisierte Fässer in Terrakotta- oder Steinoptik oder moderne Säulen und Würfel. Sie fügen sich optisch ansprechend in den Garten ein und sind in vielen Farben und Formen erhältlich.

  • Wandtanks: Schmale, hochrechteckige Tanks, die direkt an der Hauswand oder Garage platziert werden. Sie sparen Platz dank geringer Tiefe, können 300–800 Liter fassen und sind oft ebenfalls dekorativ gestaltet (z.B. in Steinwand-Optik). Wandtanks nutzen die Höhe an der Wand, um viel Wasser auf kleinem Grundriss zu speichern.

  • IBC-Container: Große Industrie-Behälter (Intermediate Bulk Container) mit ca. 1.000 Litern Volumen. Diese quadratischen, von einem Metallgitter umgebenen Tanks werden gerne als günstige Regentonnen-Alternative genutzt, besonders wenn viel Wasser benötigt wird. IBC-Container kann man oft gebraucht erwerben. Zwar sind sie nicht so hübsch, aber mit Verkleidungen oder hinter dem Schuppen platziert, liefern sie enorme Wassermengen für den Garten.

Neben diesen Haupttypen gibt es noch Spezialformen wie Regensäulen, unterirdische Zisternen (größere Tanks zum Eingraben) oder flexible Faltbehälter. Für den Anfang und die meisten Gärten ist jedoch eine klassische Regentonne oder ein dekorativer Regenspeicher völlig ausreichend.

Unterschiede bei Materialien: Kunststoff, Holz, Steinoptik & mehr🪵🪨

Regentonnen werden aus verschiedenen Materialien hergestellt, die jeweils Vor- und Nachteile haben:

  • Kunststoff: Mit Abstand am häufigsten ist die Regentonne aus Kunststoff. Kunststofftonnen sind leicht, preiswert und in vielen Größen (von 100 bis über 1.000 Liter) sowie Formen erhältlich. Sie rosten nicht, sind praktisch wartungsfrei und absolut dicht. Moderne Kunststoffe sind UV-beständig, allerdings können sehr alte oder dauerhafter starker Sonne ausgesetzte Tonnen mit der Zeit spröde werden. Optisch sind einfache grüne Tonnen nicht jedermanns Sache, doch es gibt auch Kunststoff-Regentonnen in Holz- oder Steinoptik, die edler aussehen.

  • Holz: Ein Regenfass aus Holz (oft ein Holzfass wie ehemalige Weinfässer) fügt sich natürlich in den Garten ein und wirkt sehr dekorativ. Holztonnen sind umweltfreundlich und oft recht robust. Allerdings erfordert Holz Pflege – es kann ohne Schutzmittel auf Dauer faulen oder schimmeln. Außerdem sind Holzfässer schwerer und müssen immer etwas Wasser enthalten, damit die Dauben dicht bleiben. Die Lebensdauer ist kürzer als bei Kunststoff, wenn nicht regelmäßig gepflegt. Dennoch: Ein gepflegtes Holzfass ist ein Hingucker und bietet authentisches Flair.

  • Metall: Regenfässer aus Metall (etwa verzinkter Stahl oder Edelstahl) sind eher selten, aber es gibt sie. Ein Metallfass ist stabil und langlebig, rostet jedoch, wenn die Beschichtung beschädigt ist, und es heizt sich in der Sonne stärker auf. Edelstahlfässer oder verzinkte Tonnen können Jahrzehnte halten, sind aber teurer und deutlich schwerer als Plastik. Oft nutzt man Metall eher dekorativ (z.B. alte Milchkannen oder Zinkwannen als Wasserbehälter).

  • Beton / Stein: Aus Beton gefertigte Regentanks sind äußerst stabil, sehr langlebig und kippen aufgrund ihres Gewichts nicht um. Sie können sogar als Sitzgelegenheit im Garten dienen. Allerdings sind sie unbeweglich, teuer und müssen meist vom Fachmann aufgestellt werden. Echte steinerne oder keramische Gefäße werden selten als Regentonne genutzt, weil sie bei Frost brechen könnten. Häufiger ist die bereits erwähnte Steinoptik – also Kunststofftonnen, die von außen wie Stein, Fels oder Terrakotta wirken, aber innen aus leichtem Kunststoff bestehen.

Fazit: Kunststoff ist am praktischsten und pflegeleichtesten, Holz und Design-Materialien punkten durch Optik, Metall und Beton durch Robustheit. Für die meisten Zwecke wird eine Kunststoff-Regentonne (ggf. mit schönem Design) die beste Wahl sein, da sie leicht, dicht und langlebig ist.

Welche Größe ist die richtige?🤔

Die passende Größe der Regentonne hängt von mehreren Faktoren ab: der Dachfläche, von der du Regenwasser sammelst, der durchschnittlichen Niederschlagsmenge in deiner Region und deinem Wasserbedarf im Garten. Grob kann man sagen: Lieber zu groß als zu klein planen. Eine zu kleine Tonne läuft bei starkem Regen schnell über, und du verschenkst wertvolles Nass.

Zur Orientierung hier ein paar Anhaltspunkte:

  • Für sehr kleine Gärten, Terrassen oder Balkonpflanzen genügen oft Regentonnen bis 200 Liter. Solche kleineren Tonnen liefern genug Gießwasser für ein paar Kübelpflanzen oder den Mini-Garten.

  • 300–500 Liter sind ein gängiges Volumen für typische Reihenhaus- oder Kleingärten. Viele Standard-Regentonnen fassen um 300 L. Damit kann man schon etliche Beete und den Rasen bewässern, besonders wenn regelmäßig Regen nachkommt.

  • Für größere Gärten empfiehlt sich eine Tonne mit 500–800 Liter oder gleich die Kombination mehrerer Tonnen. Faustregel: Pro 100 m² Gartenfläche rechnet man etwa 1.000 L Wasserbedarf pro Woche in heißen Sommerwochen. Entsprechend groß sollte das Speichervolumen sein, wobei natürlich nicht jede Woche neu gefüllt wird. Ein typisches Einfamilienhaus mit 50–70 m² Dachfläche sollte mindestens einen 500–600 L Regenspeicher haben.

  • 1.000 Liter und mehr: Wenn du einen sehr großen Garten hast oder längere Trockenperioden überbrücken willst, wähle einen Regenspeicher mit vierstelligen Literzahlen. Oberirdische Tanks mit 1.000–2.000 L sind die einfache Alternative zur fest installierten Zisterne. Auch das Koppeln mehrerer mittlerer Tonnen (z.B. zwei 500 L-Tanks) ist eine flexible Lösung. IBC-Container (1000 L) sind hier ebenfalls beliebt, um kostengünstig viel Volumen zu erhalten.

Beachte auch die Niederschlagsmengen: In Deutschland fallen durchschnittlich ca. 700–800 L Regen pro m² im Jahr. Von einem 50 m² Dach lassen sich somit rund 30.000 L Regenwasser pro Jahr theoretisch auffangen – natürlich nur, wenn der Speicher groß genug ist. In der Praxis ist es sinnvoll, die Regentonne so zu dimensionieren, dass sie einen kräftigen Regen vollständig aufnehmen kann. Beispiel: 10 mm Niederschlag (10 L/m²) auf einer 50 m² Dachfläche bedeuten 500 L Wasser. Hast du nur eine 200 L Tonne, läuft mehr als die Hälfte über. Mit einer 500 L Tonne kannst du diesen Guss komplett auffangen.

Zusammengefasst: Kleine Gärten kommen mit <300 L aus, Standard-Gärten fahren mit 300–500 L gut, große Gärten benötigen 500+ L Speicher. Plane im Zweifel etwas größer – Regenwasser aufbewahren schadet nie, und Überschuss kann durch einen Überlauf abgeleitet werden.

Regentonne montieren – so geht’s einfach🛠️

Die Aufstellung und Montage einer Regentonne ist selbst für Anfänger gut zu bewältigen. Hier eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Standort wählen: Stelle die Tonne auf einen ebenen, stabilen Untergrund möglichst in Fallrohr-Nähe. Ein schattiger, windgeschützter Platz ist ideal, damit das Wasser kühler bleibt und weniger Algen wachsen. Bei weichem Boden lege Gehwegplatten oder einen speziellen Tonnen-Unterstand unter. Denk dran, eine volle Tonne ist schwer (eine 300 L Tonne wiegt gefüllt ~300 kg)!

  2. Regensammler am Fallrohr anbringen: Markiere am Fallrohr der Dachrinne die Höhe, auf der der Regendieb in die Leitung eingesetzt werden soll – in der Regel etwas unter dem Tonnenrand. Bohre an der markierten Stelle ein Loch in das Fallrohr (dafür gibt es Lochsägen-Aufsätze). Setze den Regensammler gemäß Anleitung ein und verbinde ihn mit dem mitgelieferten Schlauch. Der Regensammler leitet nun bei Regen Wasser in deine Tonne und verhindert gleichzeitig ein Überlaufen, indem überschüssiges Wasser im Fallrohr abfließt.

  3. Regentonne vorbereiten: Platziere die leere Regentonne an ihrem Standort. Bringe – falls nicht schon vorhanden – den Deckel und den Auslaufhahn an. Meist muss für den Hahn ein Loch nahe dem Boden der Tonne gebohrt werden, in das der Hahn eingeschraubt wird. Achte darauf, den Hahn so auszurichten, dass du bequem eine Gießkanne darunter stellen kannst. Gegebenenfalls hilft ein Untergestell, die Tonne höher zu positionieren.

  4. Anschluss herstellen: Jetzt verbindest du den Schlauch des Regensammlers mit der Regentonne. Oft muss dafür auch in die Tonne ein Loch gebohrt werden, in das eine Dichtung und der Schlauchanschluss eingesetzt werden. Schneide den Schlauch auf passende Länge zu, damit er ohne Knick von der Fallrohr-Abzweigung zur Tonne führt. Sobald dieser Schritt erledigt ist, ist das System einsatzbereit – beim nächsten Regen fließt Wasser in die Tonne!

  5. Test und Sicherung: Prüfe bei erstem Regen (oder mit einer Gießkanne simuliert), ob alles dicht ist – weder am Fallrohr noch an der Tonne sollte Wasser austreten. Falls doch, ziehe Verbindungen nach oder überprüfe Dichtungen. Zur Sicherheit kannst du die Regentonne auch mit einem Gurt an einer Wand oder einem Pfahl sichern, vor allem bei hohen, schmalen Tanks oder sehr windigen Standorten.

Nach dieser einfachen Montage kannst du dich entspannt auf den nächsten Schauer freuen. Stelle nur sicher, dass der Deckel korrekt aufliegt (gegen Mücken und Unfälle) und der Hahn geschlossen ist, damit kein Wasser unbemerkt ausläuft. Tipp: Viele Baumärkte bieten Komplett-Sets an, in denen Tonne, Deckel, Hahn und Regensammler schon enthalten sind – das erleichtert die Installation.

Zubehör: Regensammler, Auslaufhahn, Filter, Deckel & mehr🪣

Mit dem passenden Zubehör wird deine Regentonne noch praktischer und sicherer. Hier einige nützliche Zubehörteile rund ums Regenwasser sammeln:

  • Regensammler (Fallrohrfilter): Wie oben beschrieben, ist dies ein kleines Bauteil für das Fallrohr, das Regenwasser „abzweigt“ und gleichzeitig groben Schmutz filtert. Ein Regensammler mit Überlauffunktion sorgt dafür, dass die Tonne nicht überläuft, indem überschüssiges Wasser zurück in das Rohr geleitet wird. Dieses Zubehör ist sehr zu empfehlen, da es die Wasserqualität erhöht und das Überlaufen der Regentonne verhindert.

  • Auslaufhahn: Ein Wasserhahn, den man unten in die Tonne einbaut, um das Wasser bequem zapfen zu können. Über den Hahn kannst du eine Gießkanne füllen oder sogar einen Gartenschlauch anschließen (für kurze Schlauchlängen oder mit Druck durch eine Pumpe). Messinghähne sind robust und langlebig; es gibt aber auch Kunststoffhähne als günstige Lösung. Achte darauf, den Hahn im Winter zu öffnen bzw. die Tonne zu entleeren, damit ein gefrierender Hahn die Tonne nicht sprengt.

  • Deckel oder Abdeckung: Ein passender Deckel verhindert, dass Laub, Blüten, Schmutz oder Kleintiere in die Tonne fallen. Außerdem reduziert ein Deckel die Algenbildung (weil weniger Licht ins Wasser kommt) und bremst die Verdunstung im Sommer. Nicht zuletzt ist ein geschlossener Deckel wichtig für die Kindersicherheit und um Mücken fernzuhalten (siehe FAQ). Viele Tonnen haben bereits einen Deckel im Lieferumfang – falls nicht, sollte man unbedingt nachrüsten.

  • Filtereinsätze: Zusätzlich zum Regendieb können z.B. Laubfangsiebe in der Dachrinne oder Filter am Tonneneinlass genutzt werden. Sie halten feinere Partikel zurück und erleichtern die Reinigung der Tonne. Ein simpler Trick ist auch ein Nylonstrumpf über dem Zulauf, der Schmutz auffängt und den man leicht reinigen oder wechseln kann.

  • Untergestell / Sockel: Ein stabiler Sockel (aus Kunststoff oder Beton) hebt die Regentonne um einige Zentimeter oder sogar über einen halben Meter an. Dadurch erhöht sich der Wasserdruck am Hahn leicht, vor allem aber kannst du bequem eine Gießkanne unter den Hahn stellen. Einige Hersteller bieten exakt passende Untergestelle für ihre Tonnen an. Alternativ tut es auch eine Eigenkonstruktion aus Ziegeln oder Holz – wichtig ist nur, dass sie das Gewicht der vollen Tonne trägt (z.B. 500 kg bei 500 L!) und standsicher ist.

  • Verbindungskit: Wer zwei oder mehr Regentonnen koppeln möchte, nutzt Schlauch-Verbindungssätze. Damit fließt überschüssiges Wasser von der ersten in die zweite Tonne, sobald sie voll ist. So erhöhst du das Speichervolumen modular, ohne einen riesigen Tank anschaffen zu müssen.

  • Pumpe: Für Komfortbewusste gibt es spezielle Regentonnenpumpen. Diese kleinen Tauchpumpen werden in die Tonne gehängt und ermöglichen es, einen normalen Gartenschlauch oder sogar Regensprenger zu betreiben. Zwar reicht die Leistung nicht für sehr großen Druck, aber um z.B. den Rasen mit einem Perlschlauch zu bewässern, kann eine solche Pumpe sehr nützlich sein. Achte darauf, die Pumpe vor Frost aus der Tonne zu nehmen.

Dies sind die gängigsten Zubehörteile. Daneben findet man noch Überlaufsicherungen, Wasserstandsanzeiger (um zu sehen, wie voll die Tonne ist) oder dekorative Verkleidungen. Überlege, welche Extras für dich sinnvoll sind – ein Regensammler und Deckel sind eigentlich Pflicht, vieles andere hängt vom individuellen Gebrauch ab.

Vorteile einer Regentonne✅

Warum überhaupt Regenwasser sammeln? Eine Regentonne bietet gleich mehrere Vorteile:

  • Wasser sparen und Kosten senken: Jede Gießkanne Regenwasser, die du nutzt, spart kostbares Trinkwasser. Wenn du viele Pflanzen zu gießen hast oder einen großen Garten, kannst du mit Regenwasser jede Menge Leitungswasser (und Geld) sparen. Regenwasser ist gratis – im Gegensatz zu Wasser aus dem Hahn oder Brunnen, das oft Gebühren oder Strom kostet.

  • Umwelt und Nachhaltigkeit: Die Nutzung von Regenwasser entlastet die Umwelt. Aufbereitetes Trinkwasser erfordert Energie und Chemie zur Reinigung. Wenn du stattdessen Regenwasser zur Gartenbewässerung einsetzt, schonst du Ressourcen und handelst nachhaltig. Zudem reduziert jede privat aufgefangene Regenmenge die Gefahr lokaler Überschwemmungen bei Starkregen etwas, da weniger Wasser gleichzeitig in die Kanalisation fließt.

  • Besser für die Pflanzen: Regenwasser ist natürlich weiches Wasser, enthält kaum Kalk und keine Desinfektionsmittel wie Chlor. Viele Pflanzen – besonders empfindliche oder kalkempfindliche Gewächse – gedeihen mit weichem Regenwasser deutlich besser als mit hartem Leitungswasser. Du tust deinen Blumen und deinem Rasen also etwas Gutes: Das Gießwasser kommt genau so, wie es die Natur vorgesehen hat.

  • Unabhängigkeit und Vorrat: Mit einer ausreichend großen Regentonne verschaffst du dir einen kleinen Wasservorrat für trockene Zeiten. In Hitzeperioden oder wenn mal ein Wasserhahn im Garten defekt ist, hast du immer noch Reservewasser parat. Gerade in Sommern mit Gießverboten oder Wasserknappheit kannst du so weiterhin deine wichtigsten Pflanzen versorgen – ein beruhigendes Gefühl.

  • Einfache Handhabung: Im Vergleich zu komplexen Zisternensystemen oder Pumpbrunnen ist eine Regentonne eine sehr unkomplizierte Lösung. Aufstellen, anschließen und schon läuft das Sammeln von selbst. Die Technik ist simpel und wartungsarm, du brauchst kein Fachwissen. So gelingt nachhaltige Gartenbewässerung wirklich jedem.

Kurz gesagt: Eine Regentonne schont Umwelt und Geldbeutel und macht dich ein Stück weit unabhängig von der Wasserleitung – ein Gewinn für dich, deine Pflanzen und die Natur.

Häufige Fragen zur Regentonne❓💡

Zum Abschluss beantworten wir noch einige häufige Fragen rund um Regenfässer und Regenwasser:

Braucht meine Regentonne einen Deckel?
Ja, unbedingt. Ein Deckel hält Schmutz, Laub und Insekten fern und verhindert übermäßige Algenbildung sowie Verdunstung. Außerdem schützt er vor Mückenplagen, weil Stechmücken stehendes Wasser zur Eiablage brauchen. Ohne Deckel wird die Regentonne schnell zum Brutplatz – daher immer abdecken. Ein weiterer Vorteil: Mit Deckel fällt kein neugieriges Tier hinein, und für Kinder ist eine geschlossene Tonne deutlich sicherer.

Wie verhindere ich Mücken in der Regentonne?
Neben einem dichten Deckel kannst du ein feinmaschiges Fliegennetz über offene Wasserflächen spannen, damit Mücken gar nicht erst ans Wasser gelangen. Falls sich doch Larven bilden, hilft ein Hausmittel: Gib ein paar Tropfen Speiseöl auf die Wasseroberfläche. Dadurch entsteht ein Film, der den Larven die Luftzufuhr abschneidet – sie ersticken schnell. Das Öl ist in kleiner Menge unschädlich für Pflanzen. Alternativ kannst du, wenn es das Wetter zulässt, die Tonne komplett entleeren und neu befüllen, um alle Larven loszuwerden. Wichtig ist vor allem Prävention: Deckel zu und Regensammler mit Filter nutzen, dann bleiben Insekten weitgehend draußen.

Was tun, wenn es in der Regentonne riecht oder sich Algen bilden?
Leicht modriger Geruch entsteht meist durch organisches Material (z.B. Blütenpollen, Laub) im Wasser. Algen bilden sich vor allem bei viel Sonne im Tonne und nährstoffreichem Wasser. Dagegen hilft: Tonne möglichst schattig stellen, Deckel drauf und den Filter regelmäßig säubern. Das gesammelte Regenwasser an sich kippt normalerweise nicht so schnell um, solange es einigermaßen sauber bleibt. Sollte deine Tonne dennoch stark riechen, kannst du das Wasser austauschen. Reinige die Tonne einmal pro Jahr gründlich (z.B. nach der Saison) – einfach Wasser ablassen und Innenwände mit einer Bürste oder dem Hochdruckreiniger von Ablagerungen befreien. So verhindert man, dass alte Schlammreste das neue Wasser verderben. Die gute Nachricht: Ein wenig Algenbildung in der Regentonne ist für die Gartenpflanzen unbedenklich. Es sieht vielleicht unschön aus, schadet den Pflanzen aber nicht.

Kann ich die Regentonne im Winter draußen lassen?
Grundsätzlich ja – die meisten modernen Regentonnen aus Kunststoff sind winterfest und können draußen bleiben. Wichtig ist jedoch, sie nicht prall gefüllt überwintern zu lassen. Bei Frost dehnt sich Wasser aus und könnte die Tonne zum Platzen bringen, wenn sie bis zum Rand voll ist. Lass also vor dem ersten Frost das Wasser weitgehend ab (mindestens bis unter den Hahn oder Zulauf). Lasse den Auslaufhahn idealerweise geöffnet, damit Restwasser ablaufen kann. Du kannst die Tonne auch komplett entleeren und z.B. umgedreht stehen lassen oder im Keller/Garage einlagern, falls Platz ist. Vergiss nicht, den Regensammler am Fallrohr auf "Durchlauf" zu stellen oder zu entfernen, damit kein Wasser mehr in die Tonne fließt. Holzfässer sollten im Winter ein klein wenig Wasser behalten, damit die Dauben nicht austrocknen – aber auch hier genügend Luft lassen für Eisausdehnung. Wenn du diese Tipps beachtest, übersteht deine Regentonne den Winter problemlos.

Ist Regenwasser trinken möglich?
Als kurze Antwort: Nein, Regenwasser aus der Tonne ist kein Trinkwasser. Es können Keime, Vogelkot vom Dach oder Schwermetalle (von Dachmaterialien) enthalten sein. Verwende gesammeltes Regenwasser nur für Garten und eventuell fürs Autowaschen oder die Toilettenspülung – aber niemals zum Trinken, Kochen oder für die Körperpflege. Dafür ist es nicht gedacht und nicht aufbereitet.

Hast du weitere Fragen? Im Zweifel hilft der Fachhandel oder Online-Ratgeber weiter. Mit den oben genannten Hinweisen bist du jedoch bestens gerüstet, deine Regentonne effektiv und sicher zu nutzen.

Fun Facts zum Regenwassersammeln 📖

Zum Schluss noch ein paar interessante Fakten rund um Regentonnen und Regenwasser:

  • Historisches Regen sammeln: Regenwassernutzung ist keine neue Erfindung. Schon im Mittelalter und der Antike haben Menschen Zisternen und Tonkrüge genutzt, um Regen für trockene Zeiten zu speichern. Was früher lebenswichtig für die Wasserversorgung war, ist heute ein cleverer Beitrag zu Umwelt und Nachhaltigkeit.

  • Regenmenge und Ertrag: 1 mm Niederschlag entspricht 1 Liter Wasser pro Quadratmeter Fläche. Von einem Hausdach mit 100 m² kann in einem durchschnittlichen regenreichen Jahr somit rund 70.000–80.000 Liter Regenwasser herunterkommen – genug, um damit viele Gärten eine ganze Saison zu bewässern. Eine einzige kräftige Sommergewitterwolke kann tausende Liter Wasser auf dein Grundstück schicken. Mit einer Regentonne fängst du einen Teil davon auf und nutzt ihn sinnvoll.

  • Weiches Wasser = glückliche Pflanzen: Regenwasser hat in der Regel einen Härtegrad von nahezu 0 (sehr weich), da es destilliert aus den Wolken kommt. Zum Vergleich: Leitungswasser in vielen Regionen ist mittelhart bis hart und enthält Kalk. Deshalb freuen sich z.B. Rhododendren, Orchideen und andere empfindliche Pflanzen über kalkfreies Regenwasser – es ist wie ein Gratis-Wellnessdrink für deine grünen Lieblinge!

  • Regenwasser spart Hälfte des Trinkwassers im Haushalt: Studien und Experten geben an, dass durch Regenwassernutzung bis zu 50 % des Trinkwasserbedarfs im Haushalt eingespart werden könnten – vor allem durch Gartenbewässerung, WC-Spülung und Autowäsche mit Regenwasser. Natürlich schafft man das nur mit größeren Tanks und Systemen im Haus, aber jede Tonne im Garten ist ein Schritt in diese Richtung. Du entlastest damit nicht nur die Umwelt, sondern oft auch deinen Geldbeutel.

Mit diesen Fakten im Hinterkopf macht das Regenwasser sammeln gleich noch mehr Spaß. Ob klassisches grünes Regenfass oder schicke Design-Tonne – gönne deinem Garten das kostbare Nass von oben. Eine Regentonne zu kaufen und zu nutzen, ist ein einfacher Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Garten und hilft dir, Wasser zu sparen im Garten – jeden Regentag aufs Neue.