Regentonne reinigen & pflegen – so bleibt das Wasser klar
Mit der richtigen Pflege bleibt deine Regentonne hygienisch sauber, frei von Algen und lange haltbar.
Eine regelmäßige Reinigung und Pflege deiner Regentonne sorgt dafür, dass das Regenwasser klar bleibt und unangenehme Gerüche oder Algen keine Chance haben. Mit wenigen Handgriffen und dem passenden Zubehör verlängerst du die Lebensdauer deiner Tonne und vermeidest Verunreinigungen durch Laub, Staub oder Insekten.
Wann und wie oft sollte man eine Regentonne reinigen?
Am besten reinigst du deine Regentonne zweimal im Jahr: einmal im Frühjahr vor der neuen Saison und einmal im Herbst, bevor sie winterfest gemacht wird. Bei sichtbarer Algenbildung oder Geruch solltest du auch zwischendurch reinigen.
- Frühjahr: gründlich reinigen & Frischwasser einfüllen
- Sommer: regelmäßige Sichtprüfung und ggf. Teilentleerung
- Herbst: reinigen, entleeren und ggf. einlagern
Regentonne reinigen – Schritt für Schritt
- Tonne entleeren: Lass das Wasser vollständig ab, z. B. über den Hahn oder eine Pumpe.
- Groben Schmutz entfernen: Entferne Laub, Äste und Ablagerungen mit einer Bürste oder einem Schwamm.
- Innenfläche reinigen: Verwende warmes Wasser und etwas umweltfreundlichen Reiniger (z. B. Essig oder Zitronensäure).
- Spülen: Mehrmals mit klarem Wasser ausspülen, um Rückstände zu entfernen.
- Trocknen lassen: Lass die Tonne gut ablüften, bevor du sie wieder befüllst.
Wichtig: Verzichte auf aggressive Chemikalien – sie können das Material angreifen und die Wasserqualität beeinträchtigen.
Pflege-Tipps für dauerhaft sauberes Regenwasser
- Verwende einen Regensammler mit Filter – er hält Laub und Schmutz zurück.
- Decke die Regentonne ab, um Licht und Mücken fernzuhalten.
- Platziere die Tonne möglichst im Schatten, um Algenbildung zu vermeiden.
- Entleere das Wasser regelmäßig, damit es nicht „kippt“.
- Bei längerer Trockenzeit: kurz ausspülen, bevor du neues Regenwasser sammelst.
Häufige Fragen zur Reinigung und Pflege
Was hilft gegen Algen in der Regentonne?Stelle die Tonne in den Schatten, decke sie ab und nutze einen Filter. Bei Bedarf kann man auch natürliche Mittel wie Essigreiniger verwenden.
Wie kann ich Mücken im Wasser verhindern?Eine geschlossene Tonne mit Deckel, feines Netz oder Mückenschutz-Tabs verhindern die Eiablage der Insekten.
Kann ich die Tonne im Winter stehen lassen?Nur, wenn sie leer und frostsicher aufgestellt ist. Ansonsten besser entleeren und abdecken – siehe unseren Winterratgeber.
Anbei finden Sie einen ausführlicheren Informationstext zum Theme Regentonnen richtig reinigen und pflegen
Regentonne reinigen & pflegen – so bleibt das Wasser klar💧
Verschiedene Regentonnen: Mit der richtigen Pflege bleibt das gesammelte Regenwasser sauber und klar.
Eine Regentonne im Garten ist Gold wert – sie fängt kostenloses Regenwasser auf, das perfekt zum Gießen von Pflanzen ist. Damit dieses Regenwasser sauber bleibt und die Regentonne lange hält, sind regelmäßige Reinigung und Pflege unerlässlich. Ohne Pflege können sich Algen bilden, das Wasser wird trüb oder beginnt zu riechen, und Schmutz sowie Mikroorganismen breiten sich aus. Im folgenden Leitfaden erfährst du, warum die Reinigung so wichtig ist, wie oft sie durchzuführen ist und wie du deine Regentonne richtig reinigst. Außerdem geben wir Tipps, wie du Algen vermeiden, Geruch und Mücken fernhalten kannst und welche Zubehör-Produkte die Pflege erleichtern – damit dein Regenwasser klar bleibt und der Gartensaison nichts im Wege steht.
Warum Reinigung und Pflege der Regentonne wichtig sind🛢️🧼
Eine saubere Regentonne ist die Grundlage für klares, hygienisches Regenwasser. Mit jedem Schauer gelangen Blätter, Blütenstaub, Erde und Mikroorganismen vom Dach in die Tonne. Bleibt das Wasser lange stehen, können sich darin Algen massenhaft vermehren oder das Wasser kann umkippen, d. h. faulig und übelriechend werden. Algen machen das Wasser grün und entziehen Nährstoffe, die eigentlich den Pflanzen zugutekommen sollten. Einige Algenarten (z. B. Blaualgen) können sogar Toxine bilden, die Hautreizungen oder andere Gesundheitsprobleme verursachen. Auch Mücken nutzen unbehandeltes, stehendes Wasser gerne als Brutstätte. Kurzum: Ohne Pflege wird aus dem nützlichen Regenfass schnell eine trübe, übel riechende Brühe voller Algen und Mückenlarven.
Regelmäßige Reinigung und Wartung sorgen dagegen dafür, dass das Regenwasser klar bleibt und weder unangenehme Gerüche noch Algenwuchs eine Chance haben. Gleichzeitig verlängert man die Lebensdauer der Regentonne, denn Schmutz und Ablagerungen können auf Dauer das Material angreifen oder den Auslass verstopfen. Eine gepflegte Tonne liefert stets frisches, sauerstoffreiches Wasser für den Garten und vermeidet Risiken für Pflanzen (z. B. durch schädliche Bakterien oder Pilze im Wasser). Die Pflege lohnt sich also: Deine Pflanzen danken es dir mit gesundem Wuchs, und du selbst vermeidest den Aufwand, eine vernachlässigte Tonne komplett austauschen zu müssen.
Wie oft sollte man eine Regentonne reinigen?🤔
Wie häufig eine Regentonne gereinigt werden sollte, hängt von ihrer Nutzung und dem Verschmutzungsgrad ab. Empfehlenswert sind mindestens zwei Reinigungen pro Jahr:
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Frühjahr: Zum Saisonstart die Tonne gründlich säubern, bevor sie wieder mit frischem Regenwasser befüllt wird. Über den Winter können sich Schmutz und Biofilm abgesetzt haben, die entfernt werden sollten, damit das Gießwasser sauber bleibt.
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Herbst: Nach der Gartensaison die letzte Leerung nutzen, um Laub, Schlamm und Ablagerungen zu entfernen. Anschließend macht man die Regentonne winterfest (siehe weiter unten), damit Frost keine Schäden anrichtet.
Zusätzlich gilt: Bei Bedarf auch zwischendurch reinigen. Schau im Sommer regelmäßig in die Tonne. Sobald sich sichtbare Algenbildung, Trübungen oder Geruch bemerkbar machen, sollte man nicht bis zur nächsten planmäßigen Reinigung warten, sondern sofort handeln. Gerade in sehr warmen Perioden kann es sinnvoll sein, das Wasser ein- bis zweimal während des Sommers komplett auszutauschen und die Tonne kurz zu säubern. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, reinigt sein Regenfass ein drittes Mal im Hochsommer, wenn es gerade leer ist und Regen angekündigt ist. Generell verhindert häufige Nutzung und Teilentleerung, dass Wasser zu lange stagniert und „kippt“. Eine Faustregel vieler Gartenbesitzer: Alle 1–2 Monate das Fass einmal ganz entleeren, wenn möglich, und mit neuem Regen füllen – besonders wenn lange Trockenphasen ohne Überlauf stattfinden.
Schritt-für-Schritt: Regentonne gründlich reinigen📜
Im Folgenden eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deine Regentonne gründlich säubern kannst. Plane diese Grundreinigung idealerweise im Frühjahr und Herbst oder wenn das Wasser sichtbar verschmutzt ist. Du brauchst dazu keine teuren Geräte – in der Regel genügen Wasserschlauch, Bürste und ein umweltfreundlicher Reiniger aus dem Haushalt.
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Tonne vom Zulauf trennen & entleeren: Klemme zuerst den Zulauf vom Fallrohr ab oder stelle den Regensammler auf „Aus“, damit kein neues Wasser nachfließt. Lasse dann das gesamte Wasser ab – entweder über den Auslaufhahn oder mit einer Pumpe/Eimer. Entferne auch den Bodensatz. Achte darauf, wirklich alles Wasser abfließen zu lassen, denn verbleibende Pfützen verdünnen später dein Reinigungsmittel.
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Groben Schmutz entfernen: Fische Laub, Äste, tote Insekten und anderen groben Unrat mit Handschuhen oder einem Kescher aus der leeren Tonne. Was an den Innenwänden klebt, kannst du mit einer Bürste oder einem groben Schwamm schon einmal abschrubben. Dadurch löst sich ein großer Teil der Ablagerungen.
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Einweichen (bei starkem Algenbefall): Falls die Wände stark glitschig sind oder Kalk- und Algenbeläge sichtbar sind, fülle etwas sauberes Wasser in die Tonne (einige Zentimeter hoch) und gib einen Schuss Essigreiniger oder Zitronensäure hinzu. Dieses Hausmittel hilft dabei, Algen und Kalkablagerungen zu lösen, ohne der Umwelt zu schaden. Lass die Lösung möglichst ein paar Stunden oder über Nacht einwirken. (Tipp: Wenn du Essigessenz verwendest, verdünne sie stark, z. B. 100 ml Essenz auf 10–15 Liter Wasser.)
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Innenflächen schrubben: Jetzt wird die Regentonne innen gründlich gereinigt. Verwende eine harte Bürste (z. B. Schrubber) oder einen Scheuerlappen und schrubbe sämtliche Innenwände sowie den Boden ab. Warmes Wasser verstärkt die Reinigungswirkung. Als Reiniger reicht meist etwas haushaltsüblicher Essigreiniger, Zitronensäure oder ein Spritzer mildes Spülmittel völlig aus. Verzichte auf aggressive Chlor- oder Chemikalien – diese können das Material angreifen und Rückstände im Wasser hinterlassen. Bei hartnäckigen Verkrustungen ruhig etwas Reiniger einwirken lassen oder mechanisch mit einem Schaber nachhelfen.
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Mit Hochdruck spülen (optional): Falls verfügbar, kannst du einen Gartenschlauch mit Sprühaufsatz zum Ausspritzen verwenden, um den gelösten Schmutz heraus zu spülen. Noch effektiver ist ein Hochdruckreiniger, den man sich im Baumarkt ausleihen kann. Richte den Wasserstrahl besonders auf den Boden und die Ecken, wo sich Sediment sammelt. Oft ist es hilfreich, das Fass etwas zur Seite zu neigen oder auf den Kopf zu stellen, damit wirklich alle Ablagerungen herausgespült werden. (Achtung: Kunststofftonnen nicht zu hart mit dem Hochdruckstrahl bearbeiten, um die Wände nicht zu beschädigen.)
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Gründlich ausspülen: Nachdem alles Schmutzige gelöst und geschrubbt ist, spüle die Tonne mehrfach mit klarem Wasser aus. Eventuell herumfliegende Reste von Essig oder Reinigungsmittel sollten restlos entfernt werden, damit das nächste Regenwasser nicht belastet wird. Schau, ob das ablaufende Wasser sauber ist – dann weißt du, dass nichts mehr in der Tonne zurückbleibt.
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Trocknen lassen & anschließen: Lasse die gereinigte Regentonne offen an der Luft gut trocknen (zumindest abtropfen), bevor du sie wieder an das Fallrohr anschließt. In einer trockenen, sauberen Tonne können sich neue Keime nicht sofort wieder vermehren. Danach füllst du sie mit dem nächsten Regen oder erst einmal mit etwas Leitungswasser für deine Pflanzen. Fertig! Dein Wasserfass ist nun bereit für frisches Regenwasser.
Wichtig: Entsorge das schmutzige Spülwasser aus der Tonne möglichst nicht im Gemüsegarten, vor allem wenn es sehr viel Essig oder Schmutz enthält. Besser ist es, dieses Wasser über die Kanalisation oder in Zierbeete/Kompost zu leiten. Die genannten Hausmittel (Essig, Zitronensäure, Natron) sind in üblichen Mengen zwar umweltverträglich und können im Garten versickern, aber größere Schlamm-Mengen oder stark fauliges Wasser sollten besser nicht in unmittelbarer Nähe von empfindlichen Nutzpflanzen landen.
Tipp: Für besonders gründliche Reinigung gibt es spezielle Regenwassertank-Reiniger. Diese enthalten oft Aktivsauerstoff oder Silberionen, welche Biofilme und Bakterien in der Tonne beseitigen. Solche Mittel (z. B. Pulver zum Anrühren) können nach der mechanischen Grundreinigung eingesetzt werden, wenn man das Wasser möglichst keimfrei halten möchte – etwa beim Einsatz von Regenwasser im Haus. Im Normalfall sind sie für die einfache Gartennutzung aber nicht zwingend notwendig, solange man mit Essig & Bürste reinigt. Ebenfalls kann man dem frischen Regenwasser optional einen Wasserhygiene-Zusatz mit Silber zusetzen, der bis zu 6 Monate vor Wiederverkeimung schützt. Ob man das braucht, muss jeder selbst entscheiden – für Gießwasser im Ziergarten ist klares, geruchsfreies Wasser meist ausreichend.
Hausmittel vs. Reinigungsmittel – was ist empfehlenswert?🫧
Zur Reinigung einer Regentonne stellen sich viele die Frage: Muss ich spezielle Reiniger kaufen oder reichen Hausmittel? Die gute Nachricht: Es muss nicht immer Chemie sein! Gerade für private Regenwassertonnen sind Hausmittel sehr effektiv und schonen Umwelt sowie Geldbeutel. In den meisten Fällen genügen Essigessenz, Zitronensäure oder Natron völlig, um Kalk, Algen und Ablagerungen zu entfernen. Diese Mittel sind biologisch abbaubar und hinterlassen keine schädlichen Rückstände, sodass das gereinigte Wasser bedenkenlos im Garten versickern kann. Auch Neutralseife oder mildes Spülmittel kann zum Schrubben benutzt werden – wichtig ist nur, danach gründlich mit Wasser nachzuspülen.
Aggressive Reinigungsmittel wie Chlorbleiche, scharfe Rohrreiniger oder Desinfektionsmittel sollte man nicht in der Regentonne einsetzen. Solche Chemikalien können das Kunststoffmaterial der Tonne spröde machen und vor allem die Wasserqualität beeinträchtigen. Rückstände davon gelangen sonst ins Gießwasser und könnten den Pflanzen oder Bodenorganismen schaden. Verzichte also lieber auf „Keule“ und greife zu milderen Mitteln.
Falls die Verschmutzung sehr stark ist (z. B. dicke Algenschicht, übler Geruch), können spezielle Tankreiniger aus dem Handel genutzt werden. Diese sind oft als Pulver oder Tabs erhältlich und lösen mit Sauerstoff, Enzymen oder Bioziden die Beläge ab. Für Regenwasserzisternen gibt es z. B. Produkte, die gezielt Algenbeläge und Bakterien abtöten. Allerdings sind solche Mittel meist teurer und sollten sparsam dosiert werden. Unser Tipp: Erst die natürlichen Hausmittel probieren – das reicht in der Regel aus. Spezielle Reiniger kann man sich für den Notfall aufheben oder wenn man z. B. nach langer Zeit eine vernachlässigte Tonne erstmals grundreinigen muss.
Algen, Geruch, Mücken – typische Probleme und Lösungen🪴🪰
Trotz guter Pflege kann es immer wieder zu typischen Problemen in der Regentonne kommen. Die häufigsten sind Algenwachstum, fauliger Geruch und Mückenlarven im Wasser. Hier erfährst du, wie diese Probleme entstehen und was du dagegen tun kannst.
Algen im Regenwasser: Algen gelangen meist durch Sporen oder Mikroorganismen ins Fass und finden dort, vor allem bei Sonnenlicht, ideale Wachstumsbedingungen. Das Wasser färbt sich grünlich und wird trüb, außerdem bilden sich glitschige Beläge an den Wänden. Algen machen Regenwasser praktisch unbrauchbar zum Gießen, weil sie Nährstoffe aus dem Wasser ziehen und Filter oder Auslauf verstopfen können. Lösung: Nimm eine gründliche Reinigung der Tonne vor (wie oben beschrieben), um die Algen mechanisch zu entfernen. Schrubbe die Innenwände sauber und kippe befallenes Wasser weg. Gegen Beläge hilft Essig oder Zitronensaft, den du ins Wasser gibst und einwirken lässt. Wichtig ist, die Tonne danach gut auszuspülen. Um neuen Algenbefall zu vermeiden, abdunkeln ist das A und O: Stelle die Regentonne möglichst an einen schattigen Platz und decke sie ab, damit kaum Sonnenlicht ins Wasser fällt. Algen brauchen – wie alle Pflanzen – Licht zum Wachsen. Ein Deckel oder eine lichtdichte Abdeckung kann das Problem drastisch reduzieren. Einige Gärtner legen auch ein Stück Kupferrohr in die Tonne – das abgegebene Kupfer soll Algenwachstum hemmen. Eine weitere natürliche Methode: Wasserlinsen oder andere Schwimmpflanzen ins Fass geben, die Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen und so den Algen die Lebensgrundlage entziehen. Das ist allerdings eher etwas für dekorative Zierbrunnen; bei einer typischen Regentonne ist die Abdeckung meist die praktischere Lösung.
Übler Geruch aus der Regentonne: Wenn das Regenwasser faulig riecht (etwa modrig oder wie faule Eier), ist Vorsicht geboten. Ursache sind meist Fäulnisbakterien, die sich bei Sauerstoffmangel im stehenden Wasser entwickeln. Häufig passiert dies, wenn die Tonne längere Zeit voll Wasser stand, ohne dass frisches Regenwasser nachkam – z. B. nach Wochen ohne Niederschlag oder wenn man im Urlaub war. Auch organische Stoffe am Boden (Laub, Blüten, Erde) beginnen zu vergären und erzeugen Geruch. Lösung: Ist das Wasser bereits stark trüb und stinkend, hilft nur noch eines – das Wasser komplett ablassen und die Tonne reinigen. Man kann versuchen, den Garten (Zierpflanzen) damit zu wässern, aber oft ist solches Faulwasser sogar dafür ungeeignet. Besser versickern lassen und die Regentonne gründlich säubern (Schritt-für-Schritt siehe oben). Vorbeugen lässt sich Geruch, indem man verhindert, dass das Wasser zu lange steht. Nutze das Regenwasser regelmäßig zum Gießen, damit im Fass Austausch stattfindet. Bei längerer Nicht-Nutzung entleere die Tonne zwischendurch bewusst komplett, insbesondere vor längeren Hitzeperioden – so kommt es gar nicht erst zur Anaerobie. Außerdem wichtig: Licht und Wärme meiden. Wie bei Algen begünstigt warmes, sonnendurchflutetes Wasser das Bakterienwachstum. Eine im Schatten platzierte, abgedeckte Tonne bleibt kühler und bekommt weniger Algen und Geruch. Achte auch darauf, dass kein Laub oder Unrat ins Wasser gelangt, denn faulendes organisches Material verstärkt Gerüche. Verwende daher Siebe oder Filter am Zulauf und entferne im Herbst regelmäßig das Laub aus der Dachrinne. Deckel immer geschlossen halten! Offene Tonnen ziehen nicht nur Mücken an, sie können auch Kleintiere anlocken. Schon mancher Frosch, Vogel oder sogar ein Eichhörnchen ist ertrunken und verweste im Wasser – eine sichere Quelle für extremen Gestank. Daher stets das Fass abdecken, um Tierkadaver im Wasser zu vermeiden.
Mückenlarven im Wasser: Eine offene Regentonne ist ein Paradies für Stechmücken. In dem ruhigen, stehenden Wasser legen Mückenweibchen gerne ihre Eier ab, und nach wenigen Tagen tummeln sich unzählige Mückenlarven im Fass. Aus diesen Larven schlüpfen wiederum Mücken, die lästig sind und stechen. Lösung: Der wichtigste Schritt ist, Mücken den Zugang zum Wasser zu versperren. Halte das Fass immer geschlossen – idealerweise mit einem festen Deckel. Wenn der Deckel aus Platzgründen offenbleiben muss, spanne zumindest ein feinmaschiges Insektennetz oder Fliegengitter über die Öffnung. Dadurch können die Insekten keine Eier ins Wasser legen. Zusätzlich hilft es, das Wasser in Bewegung zu halten, da Mücken stehendes Wasser bevorzugen. Schon ein gelegentliches Umrühren mit einem Stock oder ein kleiner Solar-Brunnen, der das Wasser leicht zirkulieren lässt, stört die Larvenentwicklung. Wenn trotzdem Larven im Wasser sichtbar sind, kann man zu Hausmitteln greifen: Eine dünne Schicht Speiseöl auf der Wasseroberfläche erstickt die Larven, weil sie nicht mehr atmen können. Auch ein paar Tropfen umweltfreundliches Spülmittel brechen die Oberflächenspannung des Wassers, sodass die Larven untergehen und ertrinken. Allerdings können Öl oder Seife in größerer Menge den Nutzen des Regenwassers fürs Gießen beeinträchtigen, daher sparsam anwenden. Die beste und nachhaltigste Methode sind biologische Mückenfrei-Tabletten: Diese enthalten das Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis (Bti), welches ausschließlich Mückenlarven abtötet, für andere Tiere und Pflanzen aber harmlos ist. Eine solche Bti-Tablette in die Regentonne gegeben reicht oft für 50–100 Liter Wasser und hält etwa 2–4 Wochen vor. Damit lässt sich die Mückenentwicklung effektiv stoppen, ohne Chemie einzusetzen. Erhältlich sind solche Präparate z. B. als „Stechmückenfrei“ von Neudorff oder Culinex-Tabletten im Gartenbedarf.
Tipps zur Vorbeugung: Deckel, Standort, Filter & mehr🍃
Am einfachsten ist es, Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Mit diesen Vorbeugungsmaßnahmen hältst du deine Regentonne langfristig sauber und das Wasser klar:
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Deckel verwenden: Die Regentonne sollte nach Möglichkeit immer mit einem passenden Deckel verschlossen sein. Das schützt vor Schmutzeintrag, reduziert Verdunstung und hält Licht sowie Mücken fern. Falls kein Deckel vorhanden ist, kann ein straff gespanntes feinmaschiges Netz oder Fliegengitter als Abdeckung dienen. Wichtig: Auch die Überlauf-Öffnung und Auslauf sollten so gesichert sein, dass keine Insekten hineinkriechen können.
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Schattiger Standort: Stelle dein Regenfass an einen Platz im Schatten oder Halbschatten. Je weniger direktes Sonnenlicht auf die Tonne trifft, desto geringer ist das Algenwachstum. Zudem heizt sich das Wasser im Schatten nicht so stark auf, was auch das Bakterienwachstum und Geruchsrisiko verringert. Wenn kein natürlicher Schatten vorhanden ist, kann man die Tonne auch mit einer lichtdichten Hülle oder einem Schilfrohrmatten-Verkleidung schützen.
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Filter am Fallrohr einsetzen: Installiere einen Regensammler mit Filter im Fallrohr der Dachrinne. Diese Filter-Vorsätze (oft als Fallrohrfilter oder Laubabscheider bezeichnet) fangen Blätter, Moosstücke und groben Schmutz ab, bevor das Regenwasser in die Tonne fließt. So bleibt das meiste Laub draußen und die Wasserqualität innen höher. Einfache Regensammler lassen überschüssiges Wasser bei voller Tonne auch gleich in die Kanalisation weiterlaufen. Vergiss nicht, den Filterkorb regelmäßig zu säubern, besonders im Herbst – sonst verstopft er und es gelangt doch Schmutz in die Regentonne.
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Regelmäßig Wasser austauschen: Verwende das gespeicherte Wasser möglichst kontinuierlich zum Gießen, statt es monatelang stehen zu lassen. Jede Frischwasser-Zufuhr (durch Regen) bringt Sauerstoff ins Fass und verdünnt eventuelle Keime. Lass die Tonne bei Gelegenheit auch mal komplett leer laufen, z. B. vor einem angekündigten längeren Regen – so wird altes Wasser entsorgt und durch frisches ersetzt. Das verhindert, dass das Regenwasser „umkippt“ oder anfängt zu faulen.
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Tonne sauber halten: Klingt banal, ist aber wichtig: Entferne sichtbare Schmutzablagerungen sofort, anstatt zu warten. Wenn du z. B. eine Schicht Pollen oder Staub auf dem Wasser bemerkst (häufig nach langer Trockenzeit), leere die Tonne einmal teilweise und spüle sie kurz aus, bevor du neues Regenwasser einleitest. So verhinderst du, dass sich eine Nährstoffsuppe für Algen bildet. Auch herabgefallenes Laub oder tote Insekten sollten gleich aus dem Wasser gefischt werden, damit sie nicht am Boden faulen.
Zubehör & Produkte, die die Pflege erleichtern🪣
Es gibt eine Reihe von praktischen Helfern, mit denen sich die Regentonnen-Pflege noch einfacher gestalten lässt. Hier einige Zubehör-Tipps:
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Regensammler mit Filter: Dieses Fallrohr-Zubehör leitet Regenwasser in die Tonne und filtert dabei gleichzeitig groben Schmutz wie Blätter oder Moos aus. So bleibt das Wasser von vornherein sauberer, und man muss seltener Schlamm aus der Tonne entfernen. Modelle mit Überlaufstopp verhindern zudem, dass die Tonne überläuft, indem überschüssiges Wasser automatisch ins Fallrohr zurückgeführt wird.
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Deckel & Abdecknetze: Ein solider Kunststoff- oder Holzdeckel gehört oft zum Tonnen-Set dazu. Falls nicht, sollte man sich einen passenden Deckel besorgen – er ist der einfachste Schutz vor Algen (Licht!) und Mücken. Alternativ gibt es spezielle Abdecknetze oder -hauben für Regentonnen zu kaufen. Diese feinmaschigen Netze werden über die Öffnung gespannt und mit einem Gummizug fixiert. Sie halten Laub, Schmutz und Insekten effektiv fern, lassen aber Regenwasser hindurch.
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Biologische Pflege-Tabs: Um Algen und Geruch vorzubeugen, helfen sogenannte Regenwasser-Pflegetabletten. Diese Bio-Tabs enthalten natürliche Bakterien und Enzyme, die im Wasser organische Ablagerungen zersetzen und so Nährstoffe für Algen reduzieren. Solche Tabs (z. B. Bio-Recup Tabs) wurden speziell entwickelt, um Geruchsbildung im Regenwassertank zu bekämpfen und Algenwachstum zu verhindern. Sie kommen ohne Chemikalien aus und schaden weder Pflanzen noch Tieren im Garten. Man gibt alle paar Wochen eine Tablette (nach Herstellerangabe) in die Tonne – diese sorgt für klares, geruchsfreies Wasser, indem sie den Bodenschlamm biologisch abbaut. Besonders bei größeren Zisternen oder wenn Regenwasser lange gespeichert wird, sind solche Tabs eine gute Unterstützung.
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Mückenschutz-Tabletten (Bti-Tabs): Wie oben erwähnt, gibt es Tabletten auf Bti-Basis, die gezielt Stechmückenlarven im Wasser abtöten. Dieses Zubehör ist insbesondere in Sommermonaten sinnvoll, wenn die Tonne trotz Deckel nicht ganz mückensicher ist. Die Anwendung ist einfach: je nach Produkt alle 2–4 Wochen eine Tablette ins Wasser geben (Dosierung laut Packung für die Tonngröße). Bti-Tabs sind biologisch abbaubar und unschädlich für andere Lebewesen, sodass das Wasser weiterhin zum Gießen verwendet werden kann. Sie erleichtern die Pflege, weil man sich kaum noch um das Thema Mückenlarven sorgen muss.
(Weitere nützliche Zubehörteile wären z. B. ein stabiler Unterstand/Sockel für die Tonne – erleichtert das Zapfen des Wassers –, oder eine kleine Tauchpumpe, um Wasser bequem herauszupumpen. Diese Dinge verbessern zwar die Handhabung, haben aber indirekt auch Einfluss auf die Sauberkeit: Wer leicht ans Wasser kommt, nutzt es häufiger und verhindert so stehendes Gewässer.)
Regentonne winterfest machen (inkl. Reinigung davor)❄️
Bevor der erste Frost kommt, heißt es: Regentonne winterfest machen! In der kalten Jahreszeit ruht die Regenwassernutzung meistens. Vor dem Winter solltest du die Tonne noch einmal reinigen und dann gegen Frostschäden sichern. Gefrierendes Wasser dehnt sich nämlich aus und kann Kunststofftonnen zum Platzen bringen. Mit diesen Schritten bereitest du dein Regenfass auf den Winter vor:
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Wasser vollständig ablassen: Lasse das Regenwasser spätestens vor dem ersten Nachtfrost komplett aus der Tonne ab. Öffne den Hahn und kippe die Tonne ggf., sodass wirklich kein Restwasser darin bleibt. Auch die Pumpe oder der Auslauf sollten entleert werden – verbleibendes Wasser gefriert sonst und sprengt Hahn oder Leitung.
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Innen reinigen: Führe idealerweise jetzt eine gründliche Reinigung wie oben beschrieben durch (Schritt-für-Schritt Anleitung). Besonders wenn sich im Herbst Laub oder Schlamm angesammelt hat, sollte dies entfernt werden, bevor die Tonne eingewintert wird. Spüle und trockne die Tonne anschließend gut, damit keine feuchten Ablagerungen über den Winter schimmeln.
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Anschlüsse öffnen und entfernen: Schraube alle Armaturen ab oder öffne sie, die mit Wasser in Berührung waren – z. B. den Auslaufhahn, Verbindungsschläuche oder Wasserhähne. Lasse Hähne am besten geöffnet in Mittelstellung über Winter, damit eventuelle Wasserreste entweichen können und sich kein Druck aufbaut. Falls deine Tonne mit einer Fallrohr-Verbindung fest verbunden ist, löse diese jetzt.
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Regensammler umstellen: Schalte den Fallrohrfilter/Regensammler auf Wintermodus (oft gibt es eine Klappe oder Einstellung dafür) oder baue ihn vorübergehend aus. So wird das Regenwasser nun direkt in den Abfluss geleitet und läuft nicht mehr in die abgekoppelte Tonne. Dies verhindert, dass im Winter doch Wasser eintritt und gefriert. Achte darauf, das offene Fallrohr ggf. mit einem Deckel oder Rohrstück zu verschließen, damit kein Schmutz hineinfällt.
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Tonne lagern oder abdecken: Überlege, wo die leere Tonne überwintern soll. Am besten lagerst du sie frostsicher drinnen, z. B. in Keller, Garage oder Gartenhäuschen – besonders wenn es eine dünnwandige Plastiktonne ist. Ist das nicht möglich, drehe die leere Tonne auf den Kopf draußen um und/oder bedecke sie mit einer Plane. Wichtig: Befestige Abdeckungen nur locker, damit Luft zirkulieren kann und sich keine Feuchtigkeit staut. Stehendes Regen- oder Schmelzwasser darf sich im Winter keinesfalls in der Tonne sammeln, deshalb offene Öffnungen nach unten oder gut abdecken!
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Standort prüfen: Stelle sicher, dass die leere Regentonne auf einem ebenen, festen Untergrund steht, wo sie vom Wind nicht umgeweht werden kann. Entferne schwere Schneelasten umgehend, wenn sie sich auf der Tonne oder Abdeckung ansammeln, damit nichts eingedrückt wird. Ein schattiger, windgeschützter Platz ist ideal, denn dort sind die Temperaturschwankungen geringer (weniger Stress fürs Material).
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Zubehör einwintern: Bewahre alle abmontierten Teile (Hähne, Schläuche, Filtereinsätze, Gummidichtungen) frostfrei und trocken auf. Gummidichtungen freut es, wenn du sie mit etwas Vaseline oder Silikonfett einreibst – so bleiben sie geschmeidig und dicht. Überprüfe entnommene Filter und Siebe gleich auf Verschleiß und reinige sie, damit sie im Frühling wieder einsatzbereit sind.
Warum all das? Wasser dehnt sich beim Gefrieren um etwa 9 % aus – dieser Druck sprengt fast jeden Behälter. Eine ungepflegte Tonne mit etwas Wasser und Dreck darin kann daher im Winter Risse bekommen oder am Hahn lecken. Durch die oben genannten Maßnahmen verhinderst du Frostschäden und startest im Frühjahr mit einer sauberen, intakten Regentonne ohne böse Überraschungen. Wichtig ist, rechtzeitig aktiv zu werden: Spätestens bei den ersten Nachtfrösten sollte die Regentonne in den Wintermodus gehen. So bist du auf der sicheren Seite, selbst wenn ein früher Kälteeinbruch kommt.
Fazit: Mit ein bisschen Aufmerksamkeit bleibt deine Regentonne kein Pflegefall. Wenn du sie regelmäßig reinigst, vor Algen, Schmutz und Frost schützt und ein paar clevere Hilfsmittel einsetzt, hast du stets klares, sauberes Regenwasser für deinen Garten parat. So sparst du nicht nur Leitungswasser, sondern tust auch deinen Pflanzen einen Gefallen – und eine gut gepflegte Regentonne wird dir viele Jahre lang treue Dienste leisten. Viel Erfolg beim Regenwassersammeln!