Wie viel Regenwasser kann ein Dach sammeln?
Viele Hausbesitzer unterschätzen, wie viel Regenwasser sich tatsächlich vom Dach sammeln lässt. Dabei kann bereits ein einzelner Regenschauer mehrere hundert Liter Wasser liefern. Wer eine Regentonne nutzt, kann dieses Potenzial optimal ausschöpfen und nachhaltig Wasser sparen.
Doch wie viel Regenwasser kann ein Dach wirklich sammeln? Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab, die wir in diesem Ratgeber genauer erklären.
Grundformel zur Berechnung
Die Menge an Regenwasser lässt sich relativ einfach berechnen:
Dachfläche (m²) × Niederschlag (mm) = Liter Regenwasser
Ein Beispiel:
- 100 m² Dachfläche
- 10 mm Regen
Ergebnis: 1000 Liter Regenwasser
Das zeigt, wie viel Wasser bei einem einzigen Regenschauer zusammenkommen kann.
Einfluss der Dachfläche
Die Dachfläche ist der wichtigste Faktor bei der Berechnung. Je größer die Fläche, desto mehr Wasser kann gesammelt werden.
Typische Dachflächen:
- Einfamilienhaus: 80–150 m²
- Garage: 20–40 m²
- Gartenhaus: 5–20 m²
Auch kleinere Dächer können bereits eine erhebliche Menge Regenwasser liefern.
Regenmenge in Deutschland
Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt in Deutschland bei etwa 600 bis 800 mm pro Jahr.
Das bedeutet:
Ein Dach mit 100 m² Fläche kann jährlich bis zu 80.000 Liter Regenwasser liefern.
Verluste bei der Sammlung
In der Praxis geht ein Teil des Wassers verloren. Gründe dafür sind:
- Verdunstung
- Verschmutzung
- Überlauf bei vollen Regentonnen
Realistisch lassen sich etwa 70–90 % des Wassers nutzen.
Wie viel Regenwasser passt in eine Regentonne?
Eine typische Regentonne fasst:
- 200 Liter
- 300 Liter
- 500 Liter
Das zeigt: Bei größeren Dachflächen reicht eine einzelne Regentonne oft nicht aus.
Mehr Wasser speichern
Um mehr Regenwasser zu nutzen, empfiehlt sich:
- mehrere Regentonnen verbinden
- größere Speichersysteme einsetzen
- Überlauf sinnvoll nutzen
Fazit
Ein Dach kann erstaunlich viel Regenwasser sammeln. Schon bei einem kurzen Regenschauer entstehen große Mengen, die mit einer Regentonne effizient genutzt werden können. Wer die Dachfläche optimal nutzt, spart langfristig Wasser und Kosten.